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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie
Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

27.04.2004 17:02
Prüfungsfragen antworten
Vielleicht weiß das jemand:
Beim letzten Prüfungstermin hat Herr Neubauer ein kleines Rechenbeispiel gegeben:
wenn N=100 und p=.5; wie viele Probandenpaare können dann unterschieden werden??; Lösung 50x50=2500;

Nun meine Frage: Wie rechne ich, wenn N=200 oder 300...????????

LG Lilli

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

23.09.2004 17:40
Prüfungsfragen antworten
Hallo!!

Ich habe diese Frage schon vor einigen Monaten gelesen und mir vorgenommen, mal darauf zu antworten, sobald ich eine Lösung finde.

Jetzt bin ich selbst dabei, für die Diff I- Prüfung (4. Termin im Oktober) zu lernen und habe das heute im Skriptum gelesen. Da stehen drei Zahlenbeispiele:

N=100 und p=.5 (das ist ein Item mit mittlerer „Aufgabenschwierigkeit“): 50x50=2500 -> maximale Differenzierungsfähigkeit. Wenn das p von .5 abweicht, verringert sich die Anzahl der unterscheidbaren Probandenpaare und damit auch die Differenzierungsfähigkeit des Items.
N=100 und p=.2 -> 20x80=1600 Probandenpaare können unterschieden werden.

Weiters steht dort: Items mit p=0 (keine Person antwortet richtig) und p=1 (alle Personen antworten richtig) haben keine Streuung, und damit differenzieren sie auch nicht. Solche Items sind also nicht sinnvoll zur Erfassung von Merkmalsausprägungen.
Als Lösung käme heraus: die Anzahl der unterscheidbaren Probandenpaare ist Null.

Hier geht es um die Differenzierungsfähigkeit von Items. Je größer die Streuung von Items in bezug auf die zu erfassenden Merkmalsausprägungen ist, desto besser differenzieren die Items. Das p ist hier die „Aufgabenschwierigkeit“, also der Anteil von Personen, die das Item in Richtung hohe Ausprägung des Persönlichkeitsmerkmals beantworten. N ist der Stichprobenumfang. Je größer die Anzahl der unterscheidbaren Probandenpaare, desto besser ist die Differenzierungsfähigkeit des Items.

Einige Zahlenbeispiele:

Wenn z.B. N=200 und p=.5 -> N mal p = 100 und N mal (1-p) = 100.
100x100 = 10000 unterscheidbare Probandenpaare.

Wenn z.B. N=200 und p=.4 -> N mal p = 80 und N mal (1-p) = 120.
80x120 = 9600 unterscheidbare Probandenpaare (schon weniger als 10000).

Wenn z.B. N=200 und p=.3 -> N mal p = 60 und N mal (1-p) = 140.
60x140 = 8400 unterscheidbare Probandenpaare (noch weniger).

Wenn z.B. N=200 und p=.8-> N mal p = 160 und N mal (1-p) = 40.
160x40 = 6400 unterscheidbare Probandenpaare.

Wenn z.B. N=300 und p=.5 -> N mal p = 150 und N mal (1-p) = 150.
150x150 = 22500 unterscheidbare Probandenpaare.

Wenn z.B. N=300 und p=.3 -> N mal p = 90 und N mal (1-p) = 210.
90x210 = 18900 unterscheidbare Probandenpaare.

Wenn z.B. N=100 und p=0 -> N mal p = 0 und N mal (1-p) = 100.
0x100 = 0 unterscheidbare Probandenpaare -> das Item differenziert überhaupt nicht.

Ebenso auch, wenn z.B. N=100 und p=1.

Hat vielleicht jemand von Euch Interesse, sich vielleicht zwei Mal in der Woche zu treffen, um Fragen zum Stoff miteinander zu besprechen und verständlicher zu machen?? Wenn ja, dann meldet Euch bitte unter meiner E Mail Adresse (Bungeehannes@gmx.at) oder unter meiner Handy Nummer (0664 1362697).

Gruß, Hannes.

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